
NATURE FIRST · FÜTTERUNG & MENGE
Wie viel BARF braucht dein Hund?
Mengen, Komponenten und das richtige Verhältnis, verständlich erklärt.
Die wichtigste Frage am Anfang lautet: Wie viel kommt in den Napf? Die gute Nachricht ist, dass sich die Menge mit einer einfachen Faustregel gut abschätzen lässt. Den Feinschliff machst du danach über die Beobachtung deines Hundes.
Auf einen Blick
- Richtwert: etwa 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts pro Tag
- Welpen und aktive Hunde brauchen mehr
- Aufteilung: rund 80 Prozent tierisch, 20 Prozent pflanzlich
- Feinjustierung über Gewicht und Kotbild

Die Tagesmenge bestimmen
Ein ausgewachsener, normal aktiver Hund frisst als Richtwert etwa zwei bis drei Prozent seines Körpergewichts pro Tag. Ein ruhiger Hund liegt eher bei zwei Prozent, ein sehr aktiver Hund darüber. Bei einem 20 Kilogramm schweren Hund sind das grob 400 bis 600 Gramm täglich.
Die genaue Tages- und Wochenmenge inklusive Aufteilung berechnest du in Sekunden mit unserem BARF-Rechner. Beobachte danach Gewicht und Figur deines Hundes und passe die Menge bei Bedarf an.
Die Komponenten im Verhältnis
Eine ausgewogene Ration setzt sich aus festen Bausteinen zusammen. Die Prozentangaben sind Richtwerte, die über die Woche aufgehen sollten.
Muskelfleisch
Die Basis der Ration und wichtigste Eiweißquelle.
Roher fleischiger Knochen
Liefert Calcium. Immer roh, nie gekocht, passend zur Hundegröße.
Innereien
Vitamine und Spurenelemente, davon etwa die Hälfte Leber.
Gemüse & Obst
Püriert als Ballaststoffquelle, der pflanzliche Anteil.
Grobe Orientierung: 80 Prozent tierisch, 20 Prozent pflanzlich. Dazu kommen kleine Ergänzungen wie Öle.
Balance über die Woche, nicht je Mahlzeit
Jede einzelne Mahlzeit muss nicht perfekt zusammengesetzt sein. Wie beim Menschen zählt die Ausgewogenheit über mehrere Tage und Wochen. Das macht den Alltag entspannt: Du kannst die Komponenten über die Woche verteilen, statt jede Schüssel auf das Gramm zu planen.
Wie oft du fütterst, hängt vom Hund ab. Viele erwachsene Hunde bekommen ein bis zwei Mahlzeiten am Tag, Welpen entsprechend mehr.
Menge anpassen, wenn
- der Hund zu- oder abnimmt
- sich die Aktivität deutlich ändert
- der Kot dauerhaft zu weich oder zu hart ist
- Lebensphase oder Gesundheit es erfordern
Rechne deine Menge in Sekunden aus
Gewicht eingeben, Lebensphase wählen, fertige Tages- und Wochenmenge erhalten.
Quellen & weiterführende Literatur
- Ian Billinghurst: Give Your Dog a Bone.
- Kymythy Schultze: Natural Nutrition for Dogs and Cats.
- Carina Beth Macdonald: Raw Dog Food: Make It Easy for You and Your Dog.
Hinweis: Die genannten Mengen sind Richtwerte und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Welpen, trächtigen oder kranken Hunden sowie besonderen Lebensphasen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Passende Ausrüstung für jeden Hundetag, vom Napf bis zum Lieblingsplatz: unsere Empfehlungen.
