
NATURE FIRST · BARF-WISSEN
Was ist BARF?
Rohfütterung verständlich erklärt, so wie die Natur sie für den Hund vorgesehen hat.
Ein Hund würde sich kein Trockenfutter kaufen gehen. Würde er selbst entscheiden, fiele seine Wahl auf das, was seine Vorfahren über Jahrtausende ernährt hat: frisches Fleisch, Knochen, Innereien. Echte, rohe Nahrung. Genau dieser Gedanke steht hinter BARF.
Auf einen Blick
- BARF heißt biologisch artgerechte Rohfütterung
- Fünf Bausteine: Fleisch, Knochen, Innereien, Pflanzliches, Ergänzungen
- Grobe Orientierung: 80 Prozent tierisch, 20 Prozent pflanzlich
- Balance entsteht über Tage und Wochen
Was bedeutet BARF?
BARF steht für „Biologisch Artgerechte Rohfütterung“. Geprägt wurde der Begriff vom australischen Tierarzt Dr. Ian Billinghurst, der die Rohfütterung in den 1990er-Jahren mit seinem Buch Give Your Dog a Bone bekannt machte.
Statt hoch verarbeiteter Fertignahrung bekommt der Hund frische, rohe Zutaten, so nah wie möglich an dem, was er von Natur aus fressen würde.


Das Prinzip: zurück zum natürlichen Beutetier
Der Hund stammt vom Wolf ab und teilt mit ihm bis heute fast das gesamte Erbgut, einen kräftigen Kauapparat und einen kurzen, sauren Verdauungstrakt, gebaut für Fleisch, nicht für Getreide.
Die Grundidee der Rohfütterung ist deshalb, eine natürliche Beute „nachzubauen“. Es geht nicht darum, den Wolf zu spielen, sondern darum, dem Hund frische, unverarbeitete Nahrung zu geben, die zu seinem Körper passt.
Die fünf Bausteine einer Mahlzeit
Muskelfleisch
Basis und wichtigste Eiweißquelle
Innereien
Vitamine und Spurenelemente
Roher Knochenanteil
Calcium, nie gekocht
Gemüse & Obst
püriert, als Ballaststoffquelle
Ergänzungen
Öle und Algen gegen Lücken
Grobe Orientierung: 80 Prozent tierisch, 20 Prozent pflanzlich
Balance entsteht über die Zeit
Ein häufiges Missverständnis: Jede Mahlzeit müsse perfekt „komplett und ausgewogen“ sein. Entscheidend ist die Ausgewogenheit über mehrere Tage und Wochen, der Körper speichert Nährstoffe und ruft sie bei Bedarf ab. Das nimmt dem Einstieg viel von seinem Druck.
Natürlich heißt nicht kompliziert
Wer die Grundlagen kennt und eine Routine findet oder fertige Frisch-Menüs nutzt, füttert in wenigen Minuten am Tag. Bei Welpen großer Rassen, trächtigen Hündinnen, kranken oder alten Hunden ist die Zusammensetzung sensibel: bitte mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abstimmen.
Alle Themen im Überblick
Vom ersten Napf bis zur passenden Menge: hier geht es direkt zu den einzelnen Themen.
BARF für Einsteiger
Der entspannte Start in die Rohfütterung, Schritt für Schritt.
Mehr erfahren →Fütterung & Menge
Wie viel braucht dein Hund? Mengen und die fünf Komponenten.
Mehr erfahren →Nährstoffe
Was Fleisch, Knochen, Innereien und Öle liefern.
Mehr erfahren →Umstellung
Sanft und ohne Stress für den Magen auf BARF wechseln.
Mehr erfahren →Gesundheit & Lebensphasen
Welpe, Senior und sensibler Magen im Blick.
Mehr erfahren →Mythen im Faktencheck
Was wirklich stimmt und was nicht.
Mehr erfahren →Dein Weg in die Rohfütterung
Starte mit dem Einsteiger-Leitfaden und ermittle die passende Futtermenge für deinen Hund.
Quellen & weiterführende Literatur
- Ian Billinghurst: Give Your Dog a Bone. Prägte den Begriff BARF.
- Tom Lonsdale: Raw Meaty Bones.
- Kymythy Schultze: Natural Nutrition for Dogs and Cats.
- Carina Beth Macdonald: Raw Dog Food: Make It Easy for You and Your Dog.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder besonderen Lebensphasen wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
