BARF-Lexikon: Fachbegriffe einfach erklärt

Pansen, RFK, Single Protein, Ca:P-Verhältnis: Rund ums Barfen schwirren viele Fachbegriffe herum. Hier findest du sie verständlich erklärt. Tippe einfach einen Begriff ins Suchfeld, dann springt die passende Erklärung heraus.

36 Begriffe

Aminosäuren

Die Bausteine der Eiweiße. Einige davon sind essentiell und müssen über das Futter aufgenommen werden.

Aujeszky (Pseudowut)

Ein Virus, das in rohem Schwein und Wildschwein vorkommen kann. Für Hunde verläuft eine Infektion immer tödlich, deshalb Schwein niemals roh. Was roh tabu ist →

Ausschlussdiät (Eliminationsdiät)

Über mehrere Wochen wird nur eine neue Protein- und eine neue Gemüsesorte gefüttert, die der Hund noch nie hatte, um Allergieauslöser zu finden. Allergie und Diät →

BARF

Kurz für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, auch biologisch artgerechte Rohfütterung. Gemeint ist die Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und einem pflanzlichen Anteil.

BARF-Rechner

Ein Werkzeug, das aus Gewicht, Alter und Aktivität die passende Tagesmenge und die Anteile berechnet. Zum Rechner →

Bedarfsdeckung

Dass eine Ration alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge liefert. Wird über die Woche ausgeglichen, nicht je Mahlzeit. Nährstoffe →

Beutetier-Prinzip (Prey Model)

Die Idee, eine Ration so zusammenzustellen, dass sie in etwa der Zusammensetzung eines ganzen Beutetiers entspricht.

Bierhefe

Eine Ergänzung, die vor allem B-Vitamine liefert.

Blättermagen

Ein weiterer Vormagen der Wiederkäuer, ähnlich wertvoll wie Pansen, aber fettärmer.

Calcium-Phosphor-Verhältnis (Ca:P)

Das Mengenverhältnis von Calcium zu Phosphor in der Ration. Es sollte etwas mehr Calcium als Phosphor enthalten, besonders wichtig bei Welpen. Nährstoffe →

Eierschalenmehl

Fein gemahlene Eierschale als Calciumquelle, wenn nur wenige Knochen gefüttert werden.

Fastentag

Ein futterfreier Tag, den manche Halter einlegen, um den Verdauungstrakt zu entlasten. Nicht für Welpen oder kranke Hunde.

Fertigbarf und Frostfutter

Fertig gemischtes, tiefgekühltes Rohfutter, das man portioniert kauft. Praktisch, wenn keine eigene Quelle in der Nähe ist. Bezugsquellen →

Frankenprey

Eine Methode, bei der ein Beutetier aus einzelnen Teilen nachgebaut wird, also Muskelfleisch, Knochen und Innereien im passenden Verhältnis, statt ganze Tiere zu füttern.

Gemüseanteil

Der pflanzliche Teil der Ration, meist rund 20 Prozent, aus Gemüse und etwas Obst.

Innereien

Organe wie Leber, Niere, Milz und Lunge. Sie sind die Vitamin- und Mineralstoffspeicher der Ration und werden klein dosiert. Innereien im Detail →

Karenzzeit

Die Phase der Ausschlussdiät, in der ausschließlich die neuen, unbekannten Zutaten gefüttert werden.

Knochenkot

Heller, sehr fester Kot, der auf einen zu hohen Knochenanteil hinweist. Ein Zeichen, weniger Knochen zu füttern.

Lachsöl

Liefert Omega-3-Fettsäuren und wird häufig als Ergänzung zugegeben.

Magendrehung

Ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem sich der Magen verdreht. Vor allem große Rassen sind gefährdet, sofort zum Tierarzt. Anzeichen und Vorbeugung →

Muskelfleisch

Das reine Fleisch ohne Knochen und Organe, die Basis jeder Ration. Auch das Herz zählt als kräftiges Muskelfleisch. Welches Fleisch →

Omega-3 und Omega-6

Essentielle Fettsäuren. Auf ein ausgewogenes Verhältnis kommt es an, Omega-3 stammt zum Beispiel aus Fisch und Lachsöl.

Pansen

Der erste Vormagen von Wiederkäuern. Grüner, ungereinigter Pansen ist bei vielen Hunden sehr beliebt und liefert vorverdaute Pflanzenanteile und Enzyme. Pansen erklärt →

Pürieren

Gemüse und Obst fein zerkleinern, damit der Hund die Nährstoffe aus den Pflanzenzellen aufnehmen kann.

RFK (Rohe Fleischige Knochen)

Knochen mit anhaftendem Fleisch, etwa Hühnerhälse. Sie liefern Calcium und reinigen die Zähne. Nur roh füttern, niemals gekocht. Mehr zu Knochen →

RMB (Raw Meaty Bones)

Der englische Begriff für rohe fleischige Knochen, geprägt vom Tierarzt Tom Lonsdale. Inhaltlich dasselbe wie RFK.

Schlinger

Ein Hund, der sein Futter ohne richtiges Kauen herunterschlingt. Hier gibt man Knochen besser gewolft oder unter Aufsicht.

Seealgenmehl

Eine natürliche Jodquelle, die bei BARF oft ergänzt wird.

Single Protein (Monoprotein)

Futter mit nur einer einzigen Fleisch- und Eiweißquelle. Hilft, Auslöser bei Unverträglichkeiten leichter zu erkennen. Unverträglichkeit →

Supplemente

Gezielte Ergänzungen, die Nährstofflücken schließen, zum Beispiel Lachsöl, Seealgenmehl oder Eierschalenmehl. Nährstoffe →

Taurin

Eine Aminosäure, die unter anderem im Herz steckt und für Herz und Augen wichtig ist.

Tierische Nebenprodukte

Der rechtliche Begriff für Schlachtnebenerzeugnisse. Für den privaten Einkauf zum Füttern des eigenen Hundes unproblematisch. Woher das Fleisch →

Trichinen

Parasiten, die unter anderem im Wildschwein vorkommen können. Gründliches Durchfrieren senkt das Risiko.

Umstellung

Der schrittweise Wechsel von Fertigfutter auf Rohfutter, damit sich die Verdauung in Ruhe anpassen kann. Umstellung Schritt für Schritt →

Wolfen

Fleisch oder Knochen durch den Fleischwolf drehen. Gewolftes Futter eignet sich besonders für Hunde, die schlingen.

Zellaufschluss

Das Aufbrechen der pflanzlichen Zellwände durch Pürieren, Dünsten oder Fermentieren, damit die Nährstoffe verfügbar werden.

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