Zecken, Flöhe und Parasiten beim Hund

Zecken, Flöhe und Parasiten beim Hund
Hund auf der Wiese

NATURE FIRST · GESUNDHEIT

Zecken beim Hund: entfernen, schützen, erkennen

Nicht der Stich selbst ist das Problem, sondern was Zecken übertragen können. Je kürzer die Zecke saugt, desto geringer das Risiko.

Zecken sind von etwa Februar bis November aktiv, in milden Wintern fast ganzjährig. Gefährlich werden sie als Überträger von Krankheiten. Das Übertragungsrisiko steigt mit der Saugdauer, deshalb ist schnelles, gründliches Absuchen nach jedem Spaziergang die halbe Miete.

Diese Krankheiten übertragen Zecken

Häufig

Borreliose

Die bekannteste Zeckenkrankheit. Anzeichen wie Fieber, Mattigkeit und wechselnde Lahmheit treten oft erst Wochen später auf.

Gefährlich

Babesiose

Auch „Hundemalaria“ genannt. Die Erreger zerstören rote Blutkörperchen und können ohne Behandlung lebensbedrohlich werden.

Weitere

Anaplasmose, Ehrlichiose, FSME

Verschiedene Erreger mit Symptomen von Fieber und Abgeschlagenheit bis zu neurologischen Ausfällen. Manche treten vor allem in bestimmten Regionen auf.

Zecke richtig entfernen

1

Werkzeug bereithalten

Zeckenhaken, Zeckenzange oder Zeckenkarte nutzen. Sie greifen die Zecke dicht an der Haut, ohne den Körper zu quetschen.

2

Nah an der Haut fassen

Möglichst weit unten am Kopf ansetzen, nicht am vollgesogenen Körper, damit nichts zurückbleibt.

3

Gerade herausziehen

Langsam und gleichmäßig herausziehen oder vorsichtig herausdrehen. Kein Öl, kein Klebstoff, das reizt die Zecke nur.

4

Stelle beobachten

Einstichstelle kontrollieren und im Blick behalten. Eine leichte Rötung ist normal, eine größere Reaktion nicht.

Wann zum Tierarzt

Zeigt dein Hund in den Tagen bis Wochen nach einem Zeckenstich Fieber, Fressunlust, Mattigkeit oder Lahmheit, lass das abklären, das können Anzeichen einer übertragenen Krankheit sein. Auch wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt und sich die Stelle entzündet, ist ein Besuch sinnvoll.

Vorbeugen: zwei Ebenen kombinieren

Den zuverlässigsten Schutz bietet die Kombination aus einem vorbeugenden Mittel und konsequenter Kontrolle. Welches Präparat passt, hängt von Region, Alter und Lebensweise ab.

So schützt du deinen Hund

  • Vorbeugung über Spot-on, Halsband oder Tablette, passend zum Hund gewählt
  • Nach jedem Spaziergang absuchen, besonders Kopf, Ohren, Achseln und zwischen den Zehen
  • Gefundene Zecken schnell entfernen, jede Stunde zählt
  • Hohes Gras und Unterholz in der Hochsaison meiden, wo es geht
  • Liegeplätze und Decken regelmäßig reinigen

Häufige Fragen

Soll ich die Zecke drehen oder ziehen?

Beides ist möglich, wichtig ist gleichmäßiger, ruhiger Zug ohne Quetschen. Mit Haken oder Karte gelingt das meist gut. Hauptsache, der Körper wird nicht ausgedrückt.

Helfen Hausmittel wie Öl oder Klebstoff?

Nein, im Gegenteil. Sie reizen die Zecke, die dann vermehrt Speichel und möglicherweise Erreger abgibt. Lieber mechanisch entfernen.

Können Zeckenkrankheiten auch Menschen treffen?

Einige Erreger sind grundsätzlich auch für Menschen relevant, übertragen direkt über den Zeckenstich, nicht über den Hund. Gute Vorsorge schützt beide Seiten.

Redaktion Nature First
Verständliche, neutrale Ratgeber rund um den Hund. Welcher Parasitenschutz für deinen Hund sinnvoll ist, besprichst du am besten mit der Tierarztpraxis.

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