Der Senior-Hund: Pflege im Alter

Der Senior-Hund: Pflege im Alter
Älterer Hund

NATURE FIRST · GESUNDHEIT

Der Hund wird alt: was sich ändert und wie du hilfst

Eine Dogge ist mit sechs schon Senior, ein Zwergpudel erst mit zehn. Wann das Alter beginnt und worauf es dann ankommt.

Hunde altern unterschiedlich schnell, vor allem nach Größe. Wenn die ersten grauen Haare kommen und der Hund etwas ruhiger wird, braucht er keine andere Liebe, aber ein paar Anpassungen. Wer Veränderungen früh bemerkt und das Umfeld anpasst, schenkt seinem Hund entspannte Seniorenjahre.

Ab wann ist ein Hund ein Senior?

GrößeSenior etwa abBeispiele
Kleine Rassen10 JahrenZwergpudel, Bichon, Dackel
Mittelgroße Rassen8 bis 10 JahrenBeagle, Border Collie, Cocker Spaniel
Große Rassen7 JahrenSchäferhund, Labrador, Golden Retriever
Riesenrassen5 bis 6 JahrenDeutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Bernhardiner

Typische Zeichen des Älterwerdens

Sichtbar

Graue Schnauze, trübe Augen

Graue Haare im Gesicht und eine leichte Eintrübung der Augen gehören zum normalen Altern.

Bewegung

Steifer, langsamer

Aufstehen dauert länger, Sprünge und lange Touren fallen schwerer. Mehr Schlaf ist normal.

Sinne

Hören und Sehen lassen nach

Der Hund reagiert weniger auf Rufe oder erschrickt schneller. Sichtzeichen helfen dann oft mehr als Worte.

Ernährung und Komfort anpassen

Der Stoffwechsel verlangsamt sich, der Energiebedarf sinkt im Alter oft um etwa 10 bis 25 Prozent. Bleibt die Portion gleich, wird der Hund schleichend zu dick, was Gelenke und Herz zusätzlich belastet. Sinnvoll ist meist eine etwas fettärmere, gut verdauliche Kost mit ausreichend Eiweiß, aufgeteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.

Was dem Senior gut tut

  • Portionen an den gesunkenen Bedarf anpassen, Idealgewicht halten
  • Mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten
  • Weicher, orthopädischer Liegeplatz gegen Liegeschwielen
  • Rutschfeste Unterlagen auf glatten Böden
  • Sanfte, regelmäßige Bewegung in kurzen Runden
  • Weiter fordern: Schnüffelspiele und kleine Aufgaben halten den Kopf fit

Nicht alles ist „nur das Alter“

Plötzlicher Gewichtsverlust, deutlich mehr Trinken, Bewegungsunlust, Desorientierung oder Wesensänderungen sollten abgeklärt werden. Vieles, von Arthrose bis zu Organthemen, lässt sich gut behandeln, wenn man früh handelt. Ältere Hunde profitieren von etwas häufigeren Vorsorgeterminen.

Häufige Fragen

Mein Hund wird ruhiger, ist das schon Demenz?

Etwas mehr Ruhe ist normal. Erst Desorientierung, nächtliche Unruhe oder das Nichterkennen vertrauter Abläufe sind Warnzeichen, die abgeklärt gehören.

Soll ich auf Seniorenfutter umstellen?

Oft ist eine angepasste, leicht verdauliche Kost mit weniger Energie sinnvoll. Ob ein spezielles Seniorenfutter nötig ist, hängt vom einzelnen Hund ab.

Wie viel Bewegung verträgt ein alter Hund?

Regelmäßig, aber dosiert. Mehrere kurze Runden schonen die Gelenke mehr als eine lange Tour, ganz einstellen sollte man die Bewegung aber nicht.

Redaktion Nature First
Verständliche, neutrale Ratgeber rund um den Hund. Auffällige Veränderungen im Alter klärst du am besten frühzeitig in der Tierarztpraxis ab.

Gesund durchs Hundeleben